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Frankfurt am Main

Frankfurt: Kind mit Diabetes-Schock nicht in Klinik – Strafe für Sanitäter


Prozess eingestellt
Kind nicht in Klinik eingewiesen – Sanitäter müssen Geldstrafe zahlen

Von dpa
23.05.2023Lesedauer: 1 Min.
Rettungswagen mit BlaulichtVergrößern des Bildes
Ein Rettungswagen (Symbolbild): Eine Angehörige des Kindes hatte im März 2021 den Notdienst verständigt. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild/dpa)
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Ein Mädchen erleidet einen diabetischen Schock – und wird nicht sofort in die Klinik gebracht. Dennoch wurde das Verfahren gegen zwei Rettungssanitäter nun eingestellt.

Weil sie eine Zwölfjährige mit lebensgefährlicher akuter Unterzuckerung nicht umgehend in ein Krankenhaus eingewiesen hatten, müssen zwei Rettungssanitäter jeweils 250 Euro an das Mädchen zahlen. Im Gegenzug wurde das Strafverfahren gegen die beiden am Dienstag vom Amtsgericht Frankfurt wegen geringer Schuld eingestellt. Die 48 und 49 Jahre alten Männer hatten sich dort wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen zu verantworten.

Eine Angehörige des Kindes hatte im März 2021 den Notdienst verständigt, weil das Mädchen an Atemnot und Übelkeit litt. Die Sanitäter empfahlen der Tante lediglich, einen Kinderarzt hinzuzuziehen.

Der Arzt ordnete schließlich die sofortige Einweisung des Kindes in ein Krankenhaus an. Dort wurde eine akute, für das Kind lebensgefährliche Unterzuckerung festgestellt. Erst nach einem zwölftägigen Aufenthalt stabilisierte sich der Zustand des Kindes.

Verfahren gegen Geldauflage eingestellt

Vor Gericht stellte sich heraus, dass weder die Familie noch die Sanitäter von der Diabeteserkrankung des Mädchens gewusst hatten. Die Angeklagten beteuerten, eine solche Krankheit nicht im Rahmen ihrer regulären Untersuchungen erkennen zu können.

Vor dem Hintergrund erheblicher Aufklärungsschwierigkeiten waren Gericht und Staatsanwaltschaft schließlich bereit, das Verfahren gegen eine geringe Geldauflage einzustellen. Werden die Geldbeträge an das Kind gezahlt, ist die Einstellung rechtskräftig.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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